Fragen und Antworten

Wie hoch werden die Mieten sein?

Die Miete z.B. für ein Haus von 60 qm Wohn und Nutzfläche beträgt 790 €. Hierin enthalten sind die private Nutzung auch aller gemeinschaftlichen Anlagen wie dem Dorfhaus (z.B. Multifunktionsräumen, Kaminzimmer, der großen Küche), der Werkstätten, der Gewächshäuser, Parkplätze, des wunderschönen 50000 qm großen Grundstücks, der Gärten, aller Infrastrukturmaßnahmen und eines Energiekonzeptes, welches uns Bewohner auf Jahrzehnte kostensparend versorgt.

Die Höhe der Miete berechnen wir aus dem Erstellungsaufwand für das bewohnte Haus und anteilig den Kosten für das Grundstück, der Planung, der Erschließung, aller technischen Anlagen, der Gemeinschaftshäuser sowie aller weiteren Anlagen, also des gesamten Projektes. Diese errechneten Kosten werden durch 20 Jahre geteilt und dann durch 12 Monate. Ergibt die derzeit errechnete monatliche Miete.

Stiftungsvorhaben

Der UHLENBUSCH ist kein Renditeobjekt sondern ein Unternehmen, mit dem ein Lebenskonzept realisiert wird. Um den besonderen Charakter des Wohnprojekts für die Zukunft zu sichern, halten wir es für das Beste, alle Häuser blieben im Eigentum der UHLENBUSCH-GmbH um später das ganze Projekt in eine Stiftung zu überführen. Hierfür ist es wichtig, dass alle Bewohner Mieter sind. Lesen Sie mehr unter "Gesellschaft".

Gibt es Regeln für das Gemeinschaftsleben im Uhlenbusch?

Jede Gemeinschaft hat Regeln. Teils erwachsen diese als Übereinkunft aus gemeinsamer Erfahrung und Gewohnheit. Teils werden sie vorgegeben, so wie die Spielregeln beim „Mensch-ärgere-dich-nicht“.

 

Auch im Uhlenbusch braucht es Einvernehmen und Spielregeln für ein „Mensch-ärgere-dich-möglichst wenig“ im Zusammenleben. Dabei soll ein Zuviel an einengenden Normen und Regelungen vermieden werden, damit ein angenehmes und fröhliches Miteinander möglich wird.

Vorab soll nur „so viel wie nötig und so wenig wie möglich“ festgelegt werden, mit dem Ziel, dass möglichst wenig Sand ins Getriebe der Uhlenbuscher kommt. Mit der Zeit schauen wir dann gemeinsam, was sich davon bewährt hat und weiterhin gelten soll und was von den Regelungen an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst oder neu erfunden werden müsste.

 

Respekt, Toleranz, Freiheit sollten einige der wesentlichen Grundwerte im Uhlenbusch sein, die den Freiraum des Einzelnen gewährleisten sollen. Ebenso sind Fairness, Solidarität, Verbindlichkeit und Verantwortungsübernahme in der Gemeinschaft das Fundament für ein konstruktives Zusammenleben.  

Einerseits also individuelle Lebensgestaltung, Verschiedenheit und Vielfalt der Bewohner und andererseits Gemeinsinn, Einsatzbereitschaft für und Beteiligung an der Gemeinschaft. Das sind die beiden Pole, die unter „einen Hut“ kommen sollen.

Kann ich mir im UHLENBUSCH ein Haus nach meinen Vorstellungen bauen?

Der UHLENBUSCH ist keines der üblichen Wohngebiete, in denen sich die Grundstücksbesitzer ein Haus nach ihren individuellen Vorstellungen bauen und in denen jeder sein Eigentum durch einen Zaun oder eine Hecke vom Eigentum des Nachbarn abgrenzt. Wir wollen mit dem UHLENBUSCH einen Ort schaffen für Menschen, die sich ganz bewusst dafür entscheiden, nicht (nur) für sich allein sondern auch in einer Gemeinschaft mit den anderen Bewohnern zu leben.

Diese Gemeinsamkeit wird nicht zuletzt in der Gestaltung des neuen Dorfes sichtbar: die einzelnen Häuser sind nicht durch Hecken oder Zäune voneinander getrennt. Sie stehen gemeinsam in einem großen, parkartigen Gelände. Und sie nehmen aufeinander Bezug. Durch ihre einheitliche Bauweise und ihre räumliche Zueinanderordnung entsteht ein Gesamtbild des Dorfes, das nicht nur schön anzusehen ist (so hoffen wir), sondern auch Ruhe und Geborgenheit ausstrahlt. Auch aus baurechtlichen Gründen wurde unter Einbeziehung der unterschiedlichsten Gesichtspunkte ein ausgeklügelter städtebaulicher Entwurf entwickelt.

Es sind mehrere Grundrißvarianten vorbereitet. Bei der Raumaufteilung wurde bedacht, dass mit zunehmendem Alter mögliche körperliche Einschränkungen auftreten können, manchmal auch nur zeitweise. Es soll möglich sein ohne teure Umbauten ein selbständiges, angenehmes Leben in den eigenen vier Wänden weiter führen zu können. 

Wie werden die Häuser gebaut?

Unsere Häuser werden in Holzkonstruktionsbauweise von der Fa. Bohus in Schleswig Holstein nach  KFW 40 PLUS EnEV 2016 mit einem Gründach erstellt. Die Fassade der Gebäude wird aus Lärche Stülpschalung bestehen. Die Höhe der eingeschossigen barrierefreien Wohnhäuser wird maximal 5,50 m betragen. Zum Thema Holzbau lesen sie bitte hier: http://holzbauwerke.com/wissen/vorteile-von-holzbau/oekonomisch/

Kann ich mit meinem Hund im Uhlenbusch wohnen?

Selbstverständlich können Haustiere mitgebracht werden. Es ist sogar angedacht eine Art Patenschaft für jedes Haustier zu organisieren, damit im schlimmsten Fall das Tier in der Gemeinschaft, in der vertrauten Umgebung, bleiben kann.

Warum planen Sie dieses Projekt in Bosau, so weit abgelegen, und nicht in Stadtnähe?

Als wir vor Jahren begannen nach einem Wohnprojekt für unser Alter zu suchen, fanden wir nur stadtnahe bzw. städtische Möglichkeiten oder ländliche Projekte in Bayern und Thüringen. Unser Wunsch war es ein ländliches Wohnprojekt, mit allen Vor und Nachteilen, zu initiieren, hier im Norden. Bosau ergab sich aus der Tatsache, dass wir hier seit 16 Jahren leben und uns sehr wohl fühlen. In Bosau gibt es zur Zeit mehrere große Flächen, die als mögliches Land zum Bau des Uhlenbusch im Flächennutzungsplan aufgeführt werden. Hier sahen wir die Chance unser Projekt in Bosau zu realisieren.  Wir bewarben uns um zwei weitere Flächen, eine Fläche schied aus, da der Kreis Ostholstein von vornherein eine Ablehnung aussprach. Die zweite Fläche wurde uns zu einem sehr überhöhtem Preis angeboten, mit dem Hinweis, wir können es ja teurer weiterverkaufen. Wir gingen auf die Suche und fanden schließlich ein Grundstück, 50 000 qm, perfekt geeignet für den UHLENBUSCH, Baufläche, Gartenland, Fläche für extensive Beweidung und Renaturierung.

Ich bin Veganerin. Muss ich an den Mahlzeiten teilnehmen?

Im Uhlenbusch kann jeder so leben, wie er es für richtig hält, wenn andere nicht gestört werden! Das Gemeinschaftshaus mit Gemeinschaftsküche soll nur die Möglichkeit bieten, gemeinsam zu kochen und gemeinsam zu speisen. Wer kocht, was auf den Tisch kommt und wann gegessen wird bestimmen die Bewohner. Bestimmt werden sich die passenden Menschen finden. Das ist der Kern, selbstbestimmt und aktiv- wir freuen uns darauf.

Würde mich für ein freistehendes Haus interessieren, mit Seeblick…

Das Gemeinschaftshaus hat wunderschönen Seeblick. Bei den anderen Wohneinheiten haben wir mehr Wert auf den Blick in die Natur und in die Weite gelegt. Gleichzeitig wurden die Wohnhäuser und deren Lage nach solartechnischen Gesichtspunkten geplant. Der Seeblick ist also nicht der entscheidende Faktor für die Standorte der Häuser. Auch weisen wir darauf hin, dass wir nicht in die Natur eingreifen um Seeblick zu schaffen. Wir müssen Sie daher enttäuschen, ein freistehendes Haus mit Seeblick ist nicht vorgesehen.

Habe großes Interesse für mindestens 91 qm. Warum werden die Häuser nicht größer angeboten?

Da viele Funktionen ausgelagert sind, muss die einzelne Wohnung nicht mehr so groß sein. Wir müssen nicht alle einzeln Gästezimmer bereitstellen, z.B. für die zu Besuch kommenden Kinder, sondern bieten hier in den Gemeinschaftsanlagen entsprechende Möglichkeiten Gäste zu beherbergen. Die Gemeinschaftsanlagen stehen allen gleichermaßen zur Verfügung, daher kann im individuellen Bereich auf einige Quadratmeter verzichtet werden. Gleichzeitig wollen wir möglichst wenig Aufwand treiben für Wartung, Reinigung, Heizung etc.

 

Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu am 31.12.14 unter „Ideen, die uns bleiben“ zum Thema „Gemeinsames Wohnen“:

„Wenn man bisher das Wort Gemeinschaftsraum hörte, klang das nach muffigen dunklen Räumen, in denen sich keiner der Hausbewohner länger aufhalten wollte als unbedingt nötig. Das hat sich geändert. Überall auf der Welt entstehen gerade Häuser, die Gemeinschaftsräume haben, die jeder gerne benutzt, ohne dass er vorher einen Grundkurs in Sozialromantik belegen musste. Da gibt es  glamouröse Dachterrassen, gut ausgestattete Großküchen, Hotel-lobbyartige Empfangshallen, Gästezimmer, Werkstätten, Yogaräume und manchmal sogar ein gemeinsames Bootshaus. Diese Häuser haben zwei handfeste Vorteile: Die Wohnungen selbst können kleiner bleiben, weil viele Funktionen, die nicht täglich auf dem Programm stehen, ausgelagert werden können. Außerdem propagieren die Häuser nicht nur eine Gemeinschaft nach innen, sondern auch eine nach außen und sind damit ein Gegenentwurf zur sich abschottenden „Gated Community“. Solche Häuser können uns wohlstandsverwahrlosten Großstädtern endlich wieder etwas mehr urbanes Gemeinschaftsgefühl beibringen.“

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